Wer euch hört...

 

Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.  Lukas 10, 16 a

Oje, wieder mal so ein provozierendes Jesuszitat… Gerichtet an alle, die in den Spuren des Mannes von Nazareth hinterhergehen wollen. Also an mich gerichtet und womöglich auch an Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie sich dazu einreihen.

„Wer euch hört, der hört mich“.

Jesus hat diesen Satz zunächst einmal an seine Beauftragten gerichtet, die er zu zweit in die Gegend ausgesandt hat, damit sie seine Botschaft unter die Leute bringen. Und zwar mit Hand und Fuß, mit Wort und Tat. Diese Botschaft sollte bei den Menschen ankommen.

Und weil Menschen nicht nur Worte hören wollen, wurden diese Botschafter auch beauftragt, ganz konkret Gutes zu tun: sich um Kranke zu kümmern, sie sogar zu heilen.

Das Gute also, das sie als Botschaft im Gepäck hatten, sollte ganz handfest Gestalt werden.

Jesus hat Ihnen damals auch gleich eine wirkliche Perspektive mit auf den Weg gegeben:

Was auch immer ihr erleben werdet, ihr werdet es in einer größeren Dimension tun.

Wer euch reden hören wird, der wird in dem, was Ihr sagt, merken, dass da etwas Größeres mit im Spiel ist. Und dieses Größere bin ich und der, der mich gesandt hat.

Und heute im 21. Jahrhundert? Da ist es immer noch so.

Die Menschen schauen auf uns Nachfolgerinnen und Nachfolger von Jesus, ob wir es wollen oder nicht. Und sie schauen mit ihrem Blick der Erwartung: Sie wollen darin etwas von dem erkennen, was sie als das Gute, Größere erhoffen.

Eine ganz schöne Bürde, finde ich.

Denn so manches, was ich sage und tue ist flach und birgt nicht viel Dimension. Mehr noch: Fehlerhaftigkeit, Unvollkommenes und Mangelhaftigkeit prägt so vieles, was ich als Nachfolgerin von Jesus zustande bringe.

Ziemlich ernüchternd.

Wer will es einem Menschen, der aus der Distanz auf solche Jesus-Leute schaut, verdenken, dass er wegen dieser ganzen Unvollkommenheit sogar mit Verachtung reagiert?

Dagegen bin ich machtlos.

Aber in diesem Jesuswort steckt mehr: Nämlich ein Trost. Ein Trost für alle, die im Auftrag von Jesus ihre holprigen Versuche machen, Schritt für Schritt in seinen Spuren zu gehen.

Der Trost ist folgender: Jesus sagt: Es ist ein Teil vom Auftrag, dass sie in Euch etwas von mir, Jesus, erfahren werden. Und zwar auch darin, wie ihr mit euren Fehlern und eurem Misslingen umgeht. Wenn Ihr Leute der Barmherzigkeit seid, auch der Barmherzigkeit mit euch selber, dann werden die Leute etwas von mir, Jesus, darin wahrnehmen.

Ich stehe hinter Euch und Eurem Auftrag. Und wenn Euch bisweilen Missachtung und Geringschätzung trifft. Dann sollt ihr wissen: Ich stelle mich schützend vor Euch. Es soll Euch nichts anhaben, mich soll es treffen. In meinen Augen seid ihr mehr wert als das, was andere über euch denken!

Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.

Ein starkes Jesuszitat, provozierend und tröstend zugleich

findet Ihre

Diakonin Dorothea Schindhelm, Evangelische Kirchengemeinde Pfedelbach

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